Zucker

Zucker

Was ist Zucker

Kristallzucker (*1) und isolierte Kohlenhydrate (*2) (z. B. Weißmehlprodukte) rasen wie eine Flutwelle durch den Körper und hinterlassen ein Chaos, das dem einer Flutwelle in nichts nachsteht. Sie versetzen den menschlichen Organismus von Kopf bis Fuß in einen derart geschwächten Zustand, dass jeder Tag zu einem Uberlebenskampf werden kann. Zuckerkonsumenten erleben das in Form unzähliger Symptome:

Unerklärliche Müdigkeit, Antriebs- und Energielosigkeit, Depressionen, Angstzustände, Magen- und Darmprobleme wie Völlegefühle, Blähungen, Durchfall und Verstopfung, Haarausfall, Hautkrankheiten, PilzbefalL Menstruationsbesch werden, Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche – bis hin zu geistiger Verwirrtheit und anderem mehr.

Was von besonderem Interesse ist: Der Körper wird anfällig für Infektionskrankheiten“. Sein so genanntes Immunsystem ist am Boden und nicht mehr fähig, den Körper angemessen zu schützen.

 

Erst die gute Nachricht: Zucker ist ein Heilmiftel

Ja, Sie haben richtig gelesen, das ist er! Manche Ärzte verwenden ihn zur Wundbehandlung – vor allem bei Brandwunden sind die schnellen Heuerfolge angeblich überwältigend, und dort, wo manches Mal Antibiotika versagten, konnte Zucker als hervorragender

Wundheiler und sogar als Unterdrücker von Infektionen zum Einsatz kommen. Deshalb wird er auch in hoher Dosierung (halbe-halbe) zur Herstellung von Eingemachtem wie Marmelade verwendet. Er konserviert – und unerwünschte Mikroorganismen, wie Bakterien oder Schimmelsporen, haben dann nicht mehr die geringste Chance.

 

(*1) Kristallzucker: Zucker, der sich im Vergleich zu natürlichem Zucker (z. B. aus Früchten) nicht mehr in seinem ursprünglichen, natürlichen Mclekülverbund (zusammen mit Spurenelementen, Mineralien,…) befindet, daraus herausgelöst, isoliert, kristallisiert wurde – auch Fabrikzucker, Haushaltszucker oder lndustriezucker genannt. Herstellung siehe Schaubilder Seite 10.

(*2) Isolierte Kohlenhydrate: Weißmehl, Kristallzucker, Stärkeprodukte. Aus natürlichen Produkten wie Getreide, Zuckerrüben oder Mais werden die Kohlenhydrate heraus isoliert. Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien landen im Müll oder als Tierfutter. Kohlenhydrate; eine chemische Verbindung, die Kohlenstoff und Wasserstoff (gr. hydro-genium Wasserstoff enthaltend) sowie Sauerstoff enthält.

Glücklich und verliebt… durch Zucker!

Aber nicht nur äußerlich, auch innerlich hat Zucker durch schlagende Wirkung. Da die These, Zucker liefere schnelle Energie, weil er sofort ins Blut übergehe, aufgrund des höchst effektiven Einsatzes aller Medien mittlerweile wohl jedem bekannt ist, versorgt sich auch beinahe jeder vor, nach oder während körperlich und geistig besonders anstrengender Arbeiten mit Zucker in Form von Schokoriegeln, Traubenzucker, süßen Getränken oder Ähnlichem. Man spürt es unmittelbar nach Zuckergenuss ja auch am eigenen Leib: Ein Gefühl von Leichtigkeit und Wohlbehagen nimmt von einem Besitz, die Konzentrationsfähigkeit steigt und die etwaige Nervosität schwindet. Man fühlt sich vorübergehend stark, leistungsfähig und … na ja … viel leicht auch ein bisschen glücklicher als zuvor…?!

Der Grund ist rasch erklärt: Zucker und mit ihm sämtliche isolierten Kohlenhydrate (Auszugsmehle (*1) und Stärken, wie z. B. Mondamin (*2) lösen bei ihrer Ankunft im Blut – wo Zucker in der Tat bereits wenige Minuten nach seinem Verzehr ankommt – die Produktion einer großen Menge an Insulin aus. Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, dessen Hauptaufgabe es ist, den aus der Nahrung stammenden Zucker wieder aus dem Blut zu entfernen und ihn an sämtliche Körperzellen und Organe zu verteilen, die daraus dann ihre Energie gewinnen.

Insulin aktiviert aber auch die Bildung eines bestimmten Stoffes, der dann im Gehirn Serotonin (*3) zusammenbastelt. Serotonin wird manchmal auch als Glückshormon bezeichnet, da es heitere Gelassenheit und sogar euphorische Anwandlungen herbeizuzaubern vermag. Oft leiden Menschen mit Depressionen oder Angstzuständen unter permanentem Serotoninmangel. Kakao enthält übrigens einen weiteren, dem Serotonin ähnlichen Stoff. Dieser soll gar Verliebtheitsgefühle auslösen. Deshalb führt Schokolade als Kombinationsprodukt von Zucker und Kakao zu den besten „Drogen-Trips“.

 

(*1) Auszugsmehle: Mehle, denen sowohl der Keim als auch die Randschichten des Korns fehlen. Auch Weißmehl genannt. Völlig egal ist hierbei, ob es sich um Weizen-, Roggen- oder Dinkelmehl handelt. Jedes dieser Getreide lässt sich in Auszugsmehl verwandeln. An der Typen- bezeichnung (z. B. Type 405 oder 1050) lässt sich erkennen, wie hell ein Mehl ist. Je niedriger die Type-Zahl, um so weniger Mineralien, Vitamine und Spurenelemente sind noch darin. Type 405 ist die niedrigste Zahl und beschreibt das hellste Mehl.

(*2) Mondamin: Isolierte Stärke aus Mais

(*3) Serotonin: Hormon, das vorwiegend im Gehirn gebildet wird und im Gehirn als lnformationsüberträgersubstanz fungiert.

 

Die optimale Dosis

Nun hat man selbstverständlich bereits die Zuckerdosis aufgespürt, die zum gewünschten seelischen Höhenflug führt: Mit einer Investition von nur 2,5 Esslöffel Zucker (= 30 g reine Kohlenhydrate) oder alternativ 60 g irgendeiner Süßigkeit ist man dabei. Interessant ist nun, dass eine höhere Dosis weder zu einem besseren noch zu einem schnelleren Ergebnis führt. Im Gegenteil und damit zu den leider etwas schlechteren Nachrichten in den folgenden Seiten.

Das mysteriöse, unstillbare Verlangen nach Zucker

Die Frage ist nun, wenn diese Menge doch bereits zufriedenstellend wirkt, warum verspeist man die selbige nicht gezielt, freut sich hernach nicht einfach seines plötzlich wunderbar erscheinenden Lebens und warum ist man nach dieser angeblich völlig ausreichenden Menge an Zucker nicht rundum gesättigt und zufrieden?

  • Warum wird ständig Zuckriges gegessen: Naschwerk, Kaugummis, Riegel, Eis ?
  • Oder mit Zucker gesüßte Getränke genossen: Kaffee, Tees, Softdrinks, Kakao,…?
  • Oder Mahlzeiten verzehrt, die fast ausschließlich aus isolierten Kohlenhydraten bestehen: Pizza, Pasta, Kuchen, Gebäck, Brötchen und Brot ?

Nun könnte man meinen, dass der menschliche Organismus Zucker und Kohlenhydrate ja nicht nur zur Hebung seiner Laune benötigt oder zur Bewältigung akuter Spezialsituationeu (Prüfungen, Sport, Auseinandersetzungen…), sondern ununterbrochen funktionieren muss. Herz, Leber, Gehirn und Muskeln machen bekanntlich niemals Pause.

Zuckersorten

Zucker ist nicht gleich Zucker, es gibt vier verschiedene Zuckersorten, welche uns das Leben versüßen. Diese sind:

Invertzucker (Stärkezucker), Malzzucker (Maltose), Milchzucker (Lactose) und Rüben-/ Rohrzucker (Saccharose). Alle vier werden auf verschiedene Art und Weise hergestellt. Invertzucker ist ein Gemisch aus Trauben- und Fruchtzucker und entsteht bei der Spaltung von Saccharose durch Säuren oder Enzyme. Diese Zuckerart kommt in vielen süßen Früchten und im Honig vor. Verwendung findet Invertzucker in Kunsthonig, Marmeladen, Zuckerwaren, Likören und als Sirup.

Getreidezucker / Malzzucker wird industriell durch die enzymische Spaltung von Stärke gewonnen (durch die Enzyme wird die Stärke in Malzzucker abgebaut). Sie kommt vor allem in keimender Gerste, aber auch in gemälztem Getreide vor. Malzzucker wird bei der Bierherstellung vergoren. Wegen seiner geringen Süßkraft wird diese Zuckerart meistens als Geschmacksverstärker bei Backwaren, Malzkaffee und Süßwaren verwendet.

Zarter Genuss, auch für Diabetiker- und Kindernahrung ist Milchzucker. Milchzucker entsteht durch zentrifugieren der Milchzuckerkristalle eingedickter, süßer Molke. Diese Zuckerart findet sich in allen Milcharten. Milchzucker ist in diätischen Lebensmitteln, Kindernährmitteln, und kann auch als ganz mildes Abführmittel eingesetzt werden.

Die bekannteste Sorte von Zucker ist Rüben-/ Rohrzucker. Diese werden aus Zuckerrüben, Zuckerrohr, Zuckermais, u.ä. gewonnen. Durch herauslösen und nachheriges Trocknen wird der normale Haushaltszucker gewonnen. Die Zuckervorkommen wachsen vor allem in Europa, bzw. in tropischen Regionen.

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