Kalium, Mineralstoffe

Kalium

 

Luo Han Guo Frucht

Mit 5 % des Gesamt-Mineralstoffanteils ist Kalium nach Kalzium und Phosphor das dritthäufigste Element des Körpers. 98 % des gesamten im Körper befindlichen Kaliums befindet sich im Zellinern. Im Körper ist etwa doppelt so viel Kalium wie Natrium enthalten.

Kalium ist der Antagonist (Gegenspieler) von Natrium und reguliert den Wasserhaushalt, die Nervenreizleitung, das Säure-Basen-Gleichgewicht, Muskelkontraktionen sowie das Membranpotential, also die elektrische Spannung an der Zellmembran. Viele zellulären Enzymsysteme sind vom Kaliumhaushalt abhängig.

Vorkommen.

Eine ausreichende Versorgung mit Kalium kann bei einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung mit einem hohen Anteil an Frischkost erreicht werden.

Zufuhr:

Die Zufuhrsempfehlung erwachsener Menschen liegt bei etwa 4 bis 5 g pro Tag. Ein Mindesbedarf von 2 g täglich sollte jedoch immer gedeckt sein. Die ungefähre durchschnittliche Zufuhrmenge in der Bevölkerung liegt bei etwa 3 bis 4 g pro Tag.

* bis 1 1-3 4-6 7-9 10-12 13-14 15-18 ab 19
Frau 4 – 5g
Mann 4 – 5g

*empfohlene Richtwerte des DGE.

Beachte:

Ein Kaliumüberschuß kann zu Herzrhythmusstörungen, Schwäche- und Angstzuständen, Blutdruckabfall, Verwirrung sowie zu einer Gefühllosigkeit der Hände und Füße führen.

Nach der Einnahme von Kaliumpräperaten kann es in seltenen Fällen zu Durchfall und Erbrechen kommen. Personen mit Nieren- oder Herzerkrankungen sollten Kaliumpräperate nur unter Aufsicht eines Arztes einnehmen.

Resorption:

Ein Kaliummangel kann zu Muskelschwäche, eventuell auch zu Muskelkrämpfen führen, was besonders für Leistungssportler von Bedeutung ist, da diese über den Schweiß teilweise beträchtliche Mengen Kalium verlieren. Die Leistungsfähigkeit der Muskulatur kann dadurch massiv sinken. Unter intensiven Trainings- und Wettkampfbedingungen können Kaliumverluste bis 10 g täglich vorkommen.

Die Verbesserung der Kaliumbilanz reduziert generell das Risiko für einen zu hohen Blutdruck.

Ein Kaliummangel, der auch bei normalen Serumwerten gefunden wird, kann zu Arrhythmien (unregellmäßiger Herzrhythmus) führen. Bei den meisten Patienten mit Phythmusstörungen können jedoch niedrigere Kaliumwerte in den roten Blutkörperchen gemessen werden. Diese Werte sowie auch das EKG können nach der Behandlung mit Kalium normalisiert werden. Gleichzeitig mit Kalium sollte stets auch Magnesium genommen gerden, da der Herzmuskel Kalium bei Magnesiummangel nicht festhalten kann.

Bei längerandauerndem Durchfall, Erbrechen und bei großflächigen Verbrennungen sollte der Kaliumverlust, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, rechtzeitig kompensiert werden.

Wer längere Zeit Abführmittel verwendet (auch pflanzliche), gerät womöglich in einen Teufelskreis. Durch das Abführen verliert der Körper Kalium. Der Kaliummangel seinerseits bewirkt eine zunehmende Darmträgheit, die aber durch weitere Abführmittel nur verschlimmert wird. Was tun? Ballastreiche Kost, ausreichend Flüssigkeitszufuhr, allmähliches Reduzieren der Abführmittel bei gleichzeitiger Steigerung des Ballaststoffanteils, körperliche Aktivität, Stressreduktion und eine angemessene Kaliumzufuhr können wieder aus dem Teufelskreis hinausführen.

Kaliummangel ist oft mit Stimmungsschwankungen und Müdigkeit verbunden. Die Mobilisierung der Glykogenreserven (Speicherform des Traubenzuckers) ist beeinträchtigt. Es treten Ermüdungs- und Erschöpfungszustände ein, da der Blutzuckerspiegel absinkt und es zu den Symptomen einer Hypoglykämie kommen kann.

Durch die Bevorzugung kaliumreicher Kost (und eventuell durch die Einnahme von Kaliumpräperaten), durch die Reduktion der Natriumzufuhr sowie durch eine harnmengenbezogene Einschränkung der Trinkmenge, wird eine Verbesserung des Natrium-Kalium-Verhältnisses und der Flüssigkeitsbilanz angestrebt. Damit können Ödeme (Ansammlungen von Wasser) behandelt werden.

Beachte:

Als Ursache für einen Kaliummangel kann einseitige Ernährung und damit eine unzureichende Zufuhr genau so wie die Kaliumverluste beim kochen und waschen der Nahrungsmittel gelten.

Auch übermäßiger Alkoholkonsum, bzw. übermäßige Zufuhr von Kochsalz können einen Mangel an Kalium hervorrufen.

Sogar durch Magnesiummangel, (großflächigen) Verbrennungen und Verletzungen kann ein Kaliummangel entstehen.

Die Verluste bei Duchfall oder Erbrechen sind besonders für Kleinkinder und Säuglinge gefährlich, da sie längerfristig für einen Kaliummangel verantwortlich sind.

Nieren- oder Lebererkrankungen, Therapien mit gewissen Diuretika (Medikamente zur Entwässerung) oder der Missbrauch von Abführmitteln führen ebenfalls zu einem Mangel an dem sehr wichtigen Mineralstoff.

Ein Mangel an Kalium führt zu folgenden Mangelerscheinungen:

Müdigkeit, Verstopfung, Schwindel, Muskelschwäche, Veränderungen der Herztätigkeit (Arrhythmien oder gesteigerte Herzschlagfrequenz), Absinken des Blutdrucks und des Blutzuckers.

reichhaltig an Kalium:

Lebensmittel Menge mg
Sojamehl 100g 1870
Weiße Bohnen 100g 1310
Nüsse / Mandeln 100g 450-840
Linsen 100g 810
Spinat 100g 635
Weizen- und Roggenvollkorn 100g 500
Kartoffeln 100g 440
Fisch 100g 300-400
Bananen 100g 395
Fleisch 100g 280-350
Gemüse 100g 200-300
Obstsäfte 0,1l 100-173

Vorkommen:

Vor allem in

  • Sojamehl
  • weißen Bohnen
  • Nüssen / Mandeln
  • Linsen
  • Spinat
  • Weizen- und Roggenvollkorn
  • Kartoffeln
  • Fisch
  • Bananen
  • Fleisch
  • Gemüse und Obstsäften

ist Kalium enthalten.

Zufuhr:

  • Frau: 4 bis 5 g,
  • Mann: 4 bis 5 g.

Resorption:

Durch

  • einseitige Ernährung / unzureichende Zufuhr
  • Verluste durch die Nahrungszubereitung (kochen/waschen)
  • übermäßigen Alkoholkonsum
  • übermäßige Kochsalzzufzhr
  • Magnesiummangel
  • Verbrennungen, Verletzungen
  • Stress
  • Verluste durch Erbrechen, Durchfall
  • Nieren- oder Lebererkrankungen
  • Missbrauch von Abführmitteln und
  • Therapien mit gewissen Diuretika (Medikamente zur Entwässerung)

kann es zu einem Kaliummangel kommen.

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