Vitamin E, Vitamine

Vitamin E

Vitamin E gehört zu den wichtigstens Antioxidantien und ist der Überbegriff von verschiedenen Vitamin E-Formen, die alle unterschiedlichste biologische Aktivitäten besitzen. Diese Unterschiede fallen ins Gewicht, sofern die Nahrungsmittel auf den Vitamin E Gehalt untersucht werden.

Da dieses fettlösliche Vitamin keine besondere Toxität in höheren Dosen aufweist wird es auch gerne supplementiert. Normalerweise ist aber durch die weite Verbreitung des Vitamin E kein Mangel zu befürchten, jedoch zerstören die modernen Verarbeitungsmethoden von Lebensmitteln einen Großteil dieses Antioxidants.

Den höchsten Gehalt an Vitamin E weisen Pflanzenöle auf. Allerdings wird der Gehalt durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren etwas relativiert, da auch der Bedarf an Vitamin E ansteigt. Zum anderen fallen die relativen biologischen Aktivitäten der verschiedenen Vitamin E- Formen ins Gewicht. Sojaöl ist reich an Gamma-Tocopherol, Sonnenblumenöl an Alpha-Tocopherol. Die natürliche Form von Vitamin E (d-alpha-Tocopherol) ist wiederum höher einzustufen, als das synthetische erzeugte Vitamin E (dl-alpha-Tocopherol).

Unterschiedliches Vitamin E, unterschiedliche biologische Aktivität. Aber der Verbund macht dieses Vitamin unschlagbar!

Vitamin E-Form
relative biologische Aktivität
Alpha-Tocopherol

100

Beta-Tocopherol
50
Gamma-Tocopherol
10-30
Delta-Tocopherol

1

Vorkommen.

  • natürliches Vitamin E wird vom Körper besser aufgenommen als synthetisch erzeugtes
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen den Vitamin E-Bedarf
  • moderne Herstellungsverfahren zerstören das Vitamin E
  • beim Braten oder Erhitzen von Fetten und Ölen geht ein Großteil an Vitamin E verloren

Zufuhr:

  • Bei hoher Zufuhr an ungesättigten Fettsäuren, sollte die Zufuhr erhöht werden.
  • Schwangere und Stillende sollten den Bedarf auf 15 – 20mg steigern.
* bis 1 1-3 4-6 7-9 10-12 13-14 15-18 ab 19
Frau
3µg
5µg
8µg
9µg
11µg
12µg
12µg
12µg
Mann
3µg
6µg
8µg
10µg
13µg
14µg
15µg
13µg

*empfohlene Richtwerte des DGE.

Beachte:

  • Überdosierung haben bei dem gesunden Menschen bis zu täglichen Mengen von 1.600mg keinen negativen Einfluß. Im Zusammenhang dessen, dass Vitamin E eine bedeutende Funktion im Schutz der Zellen einnimmt ist in diesem Falle eher ein mehr anzuraten als ein weniger.
  •  Durch die natürliche Blutverdünnungs-Eigenschaft ist bei „Blutern“ eine erhöhte Vitamin E Zufuhr eher abzuraten. Diabetis Patienten sollten achtsam vor hohen Dosen an Vitamin E sein, da das Vitamin den Bedarf an Insulin herabsetzen und niedrigen Blutzucker bei derselben Menge an Insulin produzieren könnte.

Resorption:

In seiner natürlichen Form ist Vitamin E ein sehr außergewöhnliches Molekül, das aus Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff besteht. Keines dieser Molekül gleicht dem anderen, ist im Stoffwechsel sehr lebendig und entwickelt eine unglaubliche Vielfalt.

Wie alle fettlöslichen Vitamine wird Vitamin E im Darm durch Fettmolekül aufgenommen. Ungefähr 20 bis 40% gelangen bei normaler Verdauung in den Organismus. Vitamin E wird in Eiweiß eingebettet und gelangt dann über das Lymphsystem als Fettmolekül schließlich in die Leber. Von dort tritt Vitamin E seine Reise zu den Zellen. Das Überangebot wird in den Fettzellen abgespeichert, wo es auf Abruf bereit steht.

Beachte:

Vitamin E wird im Gegensatz zu Vitamin A sehr gleichmäßig im Körper verteilt. Das Fettmolekühl mit Vitamin E wird als Tryglycerid an Bauch, Hüfte und Oberschenkeln abgespeichert.

Alpha Tocopherol reist zusammen mit dem VLDL-Cholesterin (Very Low Density Lipoprotein) im Blutkreislauf herum und kann bei idealer Ernährung gut verwertet werden. Durch ein Ungleichgewicht ( = wenn fette Wurst, Weißbrot, Nudeln, Zucker und /oder Süßigkeiten > den Bedarf an Vitamin E) kann dieses VLDL – Cholesterin nicht verwertet werden und lagert sich an den Arteriewänden ab.

Funktionen im Stoffwechsel:

Vitamin E ist ein vorzüglicher Schutz gegen freie Radikale. Vor allem ungesättigte Fettsäuren – welche für alle Zellmembranen wichtig ist – werden vom Vitamin E vor den freien Radikalen beschützt. Das Vitamin E-Molekühl macht die freien Radikale durch Abgabe eines freien Elektrons zu einer unschädlichen Substanz, die vom Körper abgebaut werden kann und wird über den Urin ausgeschieden.

Eine weitere Schutzfunktion von Vitamin E sind die roten Blütkörperchen, die fleißig Sauerstoff zu den Organen transportieren. Somit unterstützt das Vitamin auch indirekt die Zellatmung. In jedem Kubikmillimeter Blut sind bis zu fünf Million roter Blutkörperchen. Ohne den Schutz von Vitamin E verlieren sie möglicherweise an einem Tag die Hälfte iher Wirkung. Je nachdem wieviel Vitamin E und andere Schutzstoffe im Blut sich befinden, verändert sich die Qualität des Blutbildes stündlich. Fühlen Sie sich nach einer langen Nacht mit viel Alkohol und Zigarettenqualm ausgelaugt und hundemüde, dann können Milliarden kaputter roter Blutkörpchen die Ursache sein. Mit ein wenig Vorrat an Vitamin E gehen derartige Vergnügungen etwas schwungvoller. In der Zellmembran müssen jetzt die klebrigen verkrustungen aus totem Eiweiß und ranzigen Cholesterin angetragen werden. Erst dannach fühlen wir uns frischer und schwungvoller. Wichitg nach dem Neuafbau ist der Schutz von Vitamin E.

Dabei arbeitet Vitamin E sehr eng mit den Spurenelement Selen zusammen. Selen und Vitamin C-Elektronen können verbrauchte Vitamin E-Moleküle wieder reparieren und so weiter ihre Schutzfunktion ausüben. Die Mitochondrien entwickeln sich dabei als nützliches Depot für eine Generlüberholung verbrauchter Vitamin E-Moleküle. Vitamin E ist ein unverzcihtbares Vitamin für den Zellschutz und selbst wenn wir durch die Nahrung nur wenig frisches Vitamin E aufnehmen, ist durch die Restauration von Vitamin E immer ein ausreichender Schutz vorhanden.

Zudem fanden Wissenschaftler seit kurzem heraus, dass Vitamin E auch entzündungshemmend wirkt. Es korrigiert eine krankhafte Neigung zu Entzündungen, welche durch falsche Ernährung hervorgerufen werden. Das Vitamin E unterdrückt die Produktion von Entzündungsstoffen wie Leukotrienen und Prostaglandinen als Folge von zu hohem Fleischverzehr. Die im Fleisch enthaltene Arachidonsäure, eine Fettsäure, ist wichtige biologische Vorstufe von Prostagladinen und Leukotrienen, die im Körper als Reaktionsprodukte von z.B. Schmerzen entstehen. Bei zu hohem Fleischkonsum oder zu wenig Vitamin E, verteilt sich das Gleichgewicht zu gunsten der Arachidonsäure und damit zu Entzündungsstoffen.

reichhaltig an Alpha-Tocopherol:

Lebensmittel Menge mg
Mandeln
100g
29
Sonnenblumen Samen
100g
21
Walnüsse
100g
20
Erdnüsse
100g
19
Weizenkeime
100g
12
süße Kartoffeln
1 mittlere
7
Garnele
100g
3,5
Lachs
100g
2
Hühnerei
Kl. 2
0,4
Sonnenblumenöl
100g
75
Sojaöl
100g
68,2
Margarine
100g
22,6
Distelöl
100g
3,5
Butter
100g
2,8

Vorkommen:

  • dl-alpha-Tocopherol = synthetisch erzeugt
  • d-alpha-Tocopherol = natürlichen Ursprung 50% aktiver
  • Öle nicht zum Braten verwenden

Zufuhr:

  •  natürliches Vitamin E ist aktiver als synthetisch erzeugtes Vitamin E
  • keine Gefahr bei gesunden Menschen von tägliche Dosen von 400 – 800mg, oder bis zu 1.600mg pro Tag
  • Vorsicht bei erhöhter Zufuhr von Vitamin E bei „Blutern“ und Diabetes Patienten.

Resorption:

  •  20 bis 40% Vitamin E werden aus der Nahrung aufgenommen
  • Vitamin E verwertet CLDL-Cholesterin
  • Vitamin E beugt der Zerstörung von Fett durch freie Radikale vor

Funktionen:

  • Zellschutz von freien Radikalen
  • Schutz der roten Blutkörperchen
  • Schutz von ungesättigten Fettsäuren
  • Vitamin E-Molekühle können wieder reatauriert werden.
  • Selen und Vitamin C wichitge Begleitvitamine
  • Vitamin E gegen Entzündungen
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