Augen - Makula, Stärkung

Nährstoffe für die Augen

Auge Bild

Wenn du einen deiner fünf Sinne aufgeben müsstest – sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen – ohne welchen Sinn könntest du leben? Eine schwierige Frage, ich weiß, alle Sinne sind wichtig und es scheint, als ob sich das Leben ohne einen dieser Sinne nicht in vollem Zuge genießen lassen würde.

Nimm dir einen Moment Zeit und wirf einen Blick um dich – auf die vielen Farben, Formen und Vitalität. Schließe nun die Augen und stelle dir vor, du würdest diese Farben nie wieder sehen können. Dies soll dir ein wenig Perspektive geben, wie wichtig unsere Sehkraft ist.

In der heutigen Welt sind unsere Augen einer extremen Belastung ausgesetzt, ständig starren wir für lange Zeit auf den Computer, Fernseher oder unser Handy.

Mit dem älter werden baut unsere Sehkraft nach und nach ab, ein Prozess, der sich mit einer gesunden Ernährung jedoch ein bisschen hinauszögern lässt.

Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Carotinoide sind nützlicher für die Augen, als andere. Vitamin E, C, Zink, Lutein und Zeaxanthin sind alles Nährstoffe, die dein Körper nicht selbst produzieren kann, die aber dennoch wichtig für eine gute Gesundheit sind.

Hier die Top 5 Nährstoffe für gesunde Augen:

Vitamin E

Die antioxidativen Eigenschaften von Vitamin E schützen die Zellen im Körper, indem sie freie Radikale neutralisieren, welche ansonsten das gesunde Gewebe beschädigen würden. Aktuelle Studien sind sich unsicher, welche Rolle genau Vitamin E in der Gesundheit unserer Augen spielt, aber eines ist sicher, Menschen, die mehr Vitamin E essen, haben weniger häufig mit nicht vererbten Augenproblemen zu kämpfen.

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin E:

  • Walnüsse
  • Avocados
  • Mandeln
  • Grünkohl
  • Rosenkohl

Vitamin C

Auch Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das wichtig für den Kollagen-Wachstum, Wundheilung und das allgemeine Wohlbefinden ist. Eine hohe Konzentration an Vitamin C klammert sich an die Linse des Auges, um es vor Sonnenschäden zu schützen, was die Bildung von freien Radikalen und Gewebeschäden verhindert.

Vitamin C reiche Lebensmittel sind:

  • Karotten
  • Grünkohl
  • Sellerie
  • Süßkartoffeln
  • Blaubeeren

Zink

Zink ist ein essentielles Spurenelement, das im Gewebe unterhalb der Netzhaut konzentriert ist. Die Schlüsselfunktion von Zink ist es, beim Transport von Vitamin A von der Leber zum Auge zu helfen sowie Melanin zu produzieren.

Melanin ist der Stoff, der unserer Haut, Augen und Haaren seine Farbe verleiht. Zudem schützt es uns vor UV-Strahlen, indem es Licht absorbiert. Zink spielt auch eine große Rolle, was deinen Geschmackssinn betrifft.

Ein Anzeichen eines Zinkmangels ist es, wenn dir dein Essen für einen längeren Zeitraum fad erscheint und weniger Geschmack zu haben scheint.

Zinkhaltige Lebensmittel sind:

  • Rind/Lamm
  • Kürbis/Sesam Samen
  • Linsen
  • Quinoa
  • Spinat

Lutein

Lutein ist ein Carotinoid, das als Sonnenschutz für die Augen wirkt. Dieses kraftvolle Antioxidans ist vor allem in der Netzhaut konzentriert. Laut Studien kann Lutein die Ausbreitung von Krebszellen sowie deren Bildung hemmen.

Eine Ernährung reich an Lutein ist entscheidend und eine Makula-Degeneration zu verhindern, welche das Gewebe um die Netzhaut tötet.

Lebensmittel reich an Lutein sind:

  • Grünkohl
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Mais

Zeaxanthin

Zeaxanthin ist ein weiteres Mitglied der Carotinoid-Familie und arbeitet Hand in Hand mit Lutein, um den Verlust des Sehvermögens zu vermeiden, die Gesundheit der Augen zu fördern und das Risiko von Krankheiten zu reduzieren. Der innere, zentrale Teil der Netzhaut, auch Makula genannt, besteht zu 75% aus Zeaxanthin, das die Augen vor schädlichem Sonnenlicht schützt und die Zellen pflegt.

Diese Lebensmittel sind besonders reich an Zeaxanthin:

  • Spinat
  • Grünkohl
  • Eier
  • Zitrus
  • Basilikum

Eine Ernährung reich an Antioxidantien und anderen Nährstoffen ist nicht nur für die Augen, sondern für den ganzen Körper von Vorteil. Indem du einen Regenbogen an Früchten und Gemüse zu dir nimmst, stellst du sicher, dass all deine Sinne die Vitamine und Nährstoffe bekommen, die sie benötigen.

 

Die wichtigsten Nährstoffe für gesunde Augen

Augen benötigen eine ganze Reihe verschiedener Nährstoffe und anderer Ernährungsbestandteile, die sich dort ansammeln und gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen und ergänzen. Einige von ihnen sind wichtig für die grundlegende Struktur des Auges, andere für die Sehkraft und wieder andere zu seinem Schutz. Dabei handelt es sich um ein komplexes System aus miteinander interagierenden Nährstoffen: Während Vitamin A (Retinol) für die Bildung von Sehpigmenten unerlässlich ist, spielen die Antioxidantien Vitamin E, Vitamin C, Lutein und Zeaxanthin eine wichtige Rolle beim Schutz von Linse und Netzhaut vor lichtbedingten oxidativen Schäden.

Die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) wiederum wird im Nervengewebe und in den Photorezeptoren angereichert. Heute weiß man, dass diese Nährstoffe vor allem in den frühen Lebensphasen – vom Fötus im Mutterleib, bis hin zum Kleinkindalter – die Entwicklung des Sehapparats beeinflussen. So ist die Sehschärfe zum Beispiel erst im Alter von vier Jahren voll entwickelt und mit der von Erwachsenen vergleichbar. Aber auch für Erwachsene ist eine ausreichende Nährstoffversorgung zum Erhalt des Sehvermögens unerlässlich, zum Beispiel für die Fähigkeit der Augen, sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen (Hell-Dunkel-Adaption), sich nach einer intensiven Lichtbelastung wieder zu erholen (Erholung nach Lichtbelastung) und die Fähigkeit, Objekte vom Hintergrund zu unterscheiden (Kontrastempfindlichkeit).

 

Vitamin A reichert sich vor allem in der Netzhaut an. Die Netzhaut (Retina) ist das lichtempfindliche Gewebe im Inneren des Auges, das die Lichtenergie (Photonen) in elektrochemische Signale umwandelt, die dann ans Gehirn gesendet werden. Hier wird das Vitamin vor allem in den Zellen gebraucht, in denen das Sehpigment Rhodopsin synthetisiert wird und die für den Prozess der Absorption und Umwandlung des Lichts von einem physikalischen Signal in ein biologisches Signal zuständig sind. Ein weiterer unerlässlicher Bestandteil der Netzhaut sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die dort vor allem in den äußeren Segmenten der Photorezeptoren lokalisiert sind. Die Fettsäuren sind extrem anfällig gegenüber oxidativem Stress, und Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C können zum Schutz dieser so wichtigen Membranbestandteile beitragen. Die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) scheinen zudem die Augengesundheit zu fördern, indem sie eine wichtige Rolle bei der Regulation von Genexpression und -differenzierung der Netzhautzellen spielen. Die antioxidativen Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind ihrerseits bekannt dafür, dass sie die Netzhaut schützen, die Sehkraft fördern und die schädlichen Wellenlängen des UV-Lichts herausfiltern können. All das zeigt, wie wichtig eine angemessene Versorgung mit Mikronährstoffen für die Gesundheit der Augen ist – und zwar von Anfang an.

 

Entwicklung des Sehvermögens

Vitamin A (Retinol) ist ein wichtiger Bestandteil der Netzhaut, vor allem der Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE), wo das Sehpigment Rhodopsin synthetisiert wird. Auf der Oberfläche jeder RPE-Zelle sitzen rund 50.000 Rezeptoren für Retinol-bindendes Protein, das Vitamin A im Blutplasma transportiert (1). In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten beginnen sich Auge und Sehnerv zu entwickeln. Im dritten Trimester kann der Fötus die Augen öffnen und Licht wahrnehmen. Für eine gesunde Entwicklung dieser Gewebe ist Vitamin A unerlässlich, und ein Vitamin-A-Mangel in der Schwangerschaft kann unter anderem Augenfehlbildungen zur Folge haben, wie verschiedenen Studien belegen (2).

Ein chronischer Vitamin-A-Mangel kann im schlimmsten Fall zum Verlust der Sehkraft führen. Das gilt im Grunde für jedes Lebensalter, doch Kinder sind besonders empfindlich, da sie noch keinen ausreichenden Vitamin-A-Vorrat aufgebaut haben. Grundsätzlich gilt: Je länger die Unterversorgung andauert, desto schlimmer sind die Folgeschäden, darunter Hornhautläsionen und weitere Symptome, die unter der Bezeichnung Xerophthalmie zusammengefasst werden (3). Vitamin-A-Mangel ist weltweit die Hauptursache für vermeidbare Fälle von Blindheit bei Kindern. In vielen Teilen der Welt, vor allem in Afrika und Südostasien, stellt Vitamin-A-Mangel eine große Belastung für das öffentliche Gesundheitswesen dar. Betroffen sind dort zumeist Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel, da zu diesem Zeitpunkt sowohl das ungeborene Baby als auch die werdende Mutter selbst den höchsten Vitamin-A-Bedarf haben. Aber auch in vielen Industrieländern liegt die durchschnittliche Zufuhr von Vitamin A (entweder vorgeformt oder als Provitamin A, z. B. Beta-Carotin) bei Frauen im gebärfähigen Alter unter der empfohlenen Zufuhrmenge.

 

Die Netzhaut ist aufgrund ihrer hohen Stoffwechselaktivität extrem anfällig gegenüber oxidativem Stress. Das gilt vor allem für die ersten Lebensjahre. Mit zunehmendem Alter verfärbt sich die Linse gelblich und ist dadurch in der Lage, einen Teil der schädlicheren Wellenlängen des UV-Lichts (kurzwelliges bzw. blaues Licht) herauszufiltern. Bei der Geburt ist die Linse jedoch noch sehr durchlässig und kann das kurzwellige Licht nicht herausfiltern, sodass die Netzhaut dem schädlichen Licht und den damit einhergehenden oxidativen Schäden ungeschützt ausgesetzt ist (4). Studiendaten deuten darauf hin, dass der Großteil der oxidativen Schäden an der Netzhaut in den ersten drei Lebensjahren auftritt. Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr von Antioxidantien für die Augengesundheit Neugeborener umso deutlicher.

Aber auch darüber hinaus: So geht man davon aus, dass die Netzhaut erst ab dem 12. Lebensjahr so resistent ist wie die von Erwachsenen. Antioxidativ wirksames Vitamin E schützt die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Membranen der Photorezeptoren . Um regeneriert zu werden, braucht es Vitamin C. Auch wenn Vitamin E im Auge nicht in größeren Mengen als anderswo im Körper vorhanden ist, führt eine erhöhte Zufuhr dazu, dass die Vitamin-E-Konzentration in der Netzhaut steigt, was den Schutz des Netzhautgewebes verstärken kann, das zu einem Großteil aus ungesättigten Fettsäuren besteht (5).

 

Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Sehvermögens von Kleinkindern. Sie kommen in großen Mengen in der Makula vor, wo sie als Antioxidantien eine wichtige Schutzfunktion übernehmen. Über die Nahrung zugeführtes Lutein und Zeaxanthin wird im Darm absorbiert und von dort aus mit Hilfe von Lipoproteinen an ihren Zielort – insbesondere zur Makula im Auge – transportiert. Während andere Gewebetypen im Körper mehrere verschiedene Carotinoide aufnehmen, werden in der Makula hauptsächlich Lutein and Zeaxanthin eingelagert (6). Die größte Konzentration an Lutein und Zeaxanthin findet sich in der Fovea centralis. In diesem kleinen Bereich im Zentrum der Makula, der von der Größe her kaum mehr als drei Prozent der Netzhaut ausmacht, wird der Großteil der Informationen für detailliertes Sehen verarbeitet und ans Gehirn weitergeleitet (7).

Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Lutein und Zeaxanthin die Netzhaut schützen und das Sehvermögen fördern, indem sie antioxidativ wirken, die schädlichen Wellenlängen des UV-Lichts herausfiltern und das Gehirn bei der Verarbeitung der visuellen Wahrnehmung auf der Fovea centralis (zentrales Sehen) unterstützen. Während der Schwangerschaft steigt die Konzentration von Lutein und Zeaxanthin im Blut der werdenden Mutter mehr als die anderer Carotinoide an – möglicherweise um den höheren Bedarf des Fötus zu decken, der diese Nährstoffe für die Entwicklung des Sehapparats und des Nervensystems dringend braucht. Im letzten Schwangerschaftsdrittel passieren Vitamin E, Lutein und Zeaxanthin in immer höheren Konzentrationen die Plazenta, um den Fötus auf den Übergang in die Sauerstoff-Umgebung außerhalb des Mutterleibs vorzubereiten. Da Frühgeborene diese so wichtige Entwicklungsphase im Mutterleib nicht komplett durchlaufen, haben sie ein vergleichsweise erhöhtes Risiko für einen Mangel an Antioxidantien (8).

Dieser Mangel kann wiederum mit verstärkten oxidativen Schäden an der Netzhaut einhergehen, ein Phänomen, das unter dem Begriff Frühgeborenen-Retinopathie bekannt ist und im schlimmsten Fall sogar zu Blindheit führen kann. Lutein und Zeaxanhin sind aber nicht nur im Augengewebe in hoher Konzentration enthalten, sondern sind auch die wichtigsten Carotinoide im Frontal- und Okzipitallappen des Gehirns. Im Okzipitallappen befindet sich die primäre Sehrinde (visueller Cortex). Dieser Bereich ist für die Übersetzung von neuronalen in optische Signale zuständig (9). Derzeit gibt es für Lutein und Zeaxanthin keine offiziellen Zufuhrempfehlungen.

Man weiß jedoch, dass zum Beispiel in den USA die Lutein- und Zeaxanthin-Zufuhr über die Nahrung allgemein eher gering ist. Dies gilt vor allem für Frauen im gebärfähigen Alter (10).

 

Auch die langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) spielen eine große Rolle bei der Augengesundheit. Ähnlich wie Lutein, kommt DHA im Gehirn und in den Zellmembranen der Netzhaut in besonders hoher Konzentration vor: insbesondere im Außenbereich der Stäbchen (verantwortlich für das Hell-Dunkel-Sehen und das Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen) und der Zapfen (zuständig für farbiges und detailliertes Sehen bei besseren Lichtverhältnissen). Hier unterstützt DHA die Regulation der Genexpression der Netzhautzellen, die Signalübertragung sowie Zelldifferenzierung und Zellüberleben (11).

Während des Sehvorgangs werden diese Membranen ständig erneuert. Zwar sind hochspezialisierte Netzhautzellen in der Lage, bei der Bildung neuer Photorezeptorzellen DHA wiederzuverwerten. Doch selbst bei einer hohen DHA-Wiederverwertungsrate gibt es immer gewisse Verluste, die über die Nahrung ausgeglichen werden müssen (12). Die vielfältigen Funktionen, die DHA und EPA beim Sehvorgang übernehmen, sind ausführlich dokumentiert (13).

Die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren allgemein und DHA im Speziellen für ein gesundes Sehvermögen von Erwachsenen ist von Organisationen wie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (14) und dem US-amerikanischen Institute of Medicine bestätigt worden (15).

DHA und die langkettige Omega-6-Fettsäure, Arachidonsäure (AA), werden von der Mutter zunächst über die Plazenta an den Fötus bzw. später beim Stillen an das Baby weitergeben. Sie reichern sich in den Phospholipidmembranen der Netzhaut und des Gehirns des Babys an – ein Vorgang, der die ersten zwei Lebensjahre andauert (16). Die Ergebnisse einer Meta-Analyse von 19 Studien mit Frühgeborenen und Neugeborenen deuten darauf hin, dass sich eine Nahrungsergänzung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren positiv auf die Sehschärfe der Kinder im Alter von zwei, vier und zwölf Monaten auswirken kann (17). Bei einer anderen Studie stellte man fest, dass Kinder, die mit DHA und AA angereicherte Babynahrung erhielten, im Alter von einem Jahr eine verbesserte Sehschärfe aufwiesen (18). Für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und der Sehkraft wird schwangeren und stillenden Frauen daher die Einnahme von vorgeformter DHA und EPA nahegelegt (19). Empfohlen wird ein wöchentlicher Konsum von 220 bis 340 Gramm Fisch und Meeresfrüchten, um eine tägliche Zufuhr von durchschnittlich 250 Milligramm DHA und EPA zu erreichen. Laut einer US-amerikanischen Ernährungserhebung nehmen Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren allerdings durchschnittlich nur etwa 90 Milligramm DHA und EPA pro Tag zu sich (10).

Förderung der Sehleistung

Vitamin A (Retinol)

wird für die Synthese von Sehpigmenten benötigt. Das Sehpigment Rhodopsin zum Bespiel, das in den Stäbchen synthetisiert wird, ist für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. Wird über einen längeren Zeitraum nicht genug Vitamin A zugeführt, sinkt die Menge an Sehpigment in den Fotorezeptoren. Je weniger Rhodopsin in den Stäbchen synthetisiert wird, desto schlechter ist das Sehvermögen im Dunkeln, was bis zu Nachtblindheit führen kann (2, 20). Tagsüber ist diese Beeinträchtigung kaum zu spüren, da es normalerweise genug Licht gibt, um die verbliebenen Sehpigmente in den Zapfen der Fovea centralis zu stimulieren – einem kleinen Bereich im Zentrum der Makula, wo der Großteil der Informationen für detailliertes Sehen verarbeitet und ans Gehirn weitergeleitet wird.

Lutein und Zeaxanthin

Die beiden Hauptfunktionen von Lutein und Zeaxanthin, die zusammen mit Meso-Zeaxanthin das Makulapigment bilden, bestehen darin, die Netzhaut vor oxidativen Schäden zu schützen und die schädlichen Wellenlängen des sichtbaren Lichts, das blaue Licht, herausfiltern (21). Man geht davon aus, dass Lutein und Zeaxanthin als zusätzliche Fotopigmente zur Steigerung der Sehleistung beitragen könnten, indem sie die Blendempfindlichkeit reduzieren, das Sichtfeld vergrößern und Ermüdungserscheinungen der Augen mindern. Zudem scheinen sie die Sehschärfe zu erhöhen, indem sie das Farbkontrastsehen verbessern, sodass Objekte besser vom Hintergrund unterscheidbar sind. Zahlreiche wissenschaftliche Studien lieferten Hinweise, dass Lutein und Zeaxanthin sich positiv auf diese Aspekte der Sehleistung auswirken können. Darüber hinaus gibt es Grund zur Annahme, dass Lutein und Zeaxanthin sich auch auf die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung positiv auswirken, das heißt, auf die Geschwindigkeit, mit der das Gehirn visuelle Informationen verarbeiten kann.

Eine Einschränkung des Sehvermögens aufgrund von Blendlicht bezeichnet eine Überlastung des Sehapparats bei intensiver Lichteinstrahlung, die eine chemische Veränderung in den Sehpigmenten bewirkt. Dabei müssen sich die Rhodopsin-Moleküle in den Fotorezeptoren erst wieder regenerieren, bevor sie erneut auf eine Stimulierung reagieren können. Das dauert eine gewisse Zeit. Wir erleben das zum Beispiel im Phänomen des Nachbildes, das wir nach einem Blitzlicht sehen. Von Blitzlichtblindheit spricht man, wenn es dabei sogar zu vorübergehender Blindheit kommt. Darüber hinaus tendiert intensives Licht dazu, im Auge zu streuen. Dieses Phänomen ist auf Unregelmäßigkeiten der Linse zurückzuführen, die im Alter zunehmen.

Lutein und Zeaxanthin haben die Fähigkeit, dieses Streulicht zu absorbieren, wodurch sich sowohl die Blendempfindlichkeit als auch die Regenerationszeit verbessert. So fand eine Studie mit 40 gesunden jungen Probanden heraus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Blendempfindlichkeit (als Fähigkeit, das unangenehme Blendgefühl, das das gestreute Licht auslöst, auszuhalten) und der Regenerationszeit (also der Zeit, die das Auge braucht, um sich nach einer grellen Lichteinstrahlung wieder zu erholen) gibt. Im Rahmen der Studie hatten die Probanden über einen Zeitraum von sechs Monaten zehn Milligramm Lutein und zwei Milligramm Zeaxanthin erhalten. In der Folge erhöhte sich bei den Probanden die Anzahl der Pigmente in der Makula (gemessen als optische Dichte des Makulapigments, MPOD), die Blendempfindlichkeit (also wie viel Licht sie aushalten und gleichzeitig noch sehen konnten) verbesserte sich um 58 Prozent  und die Regenerationszeit verkürzte sich um durchschnittlich fünf Sekunden (22).

Bei einer nächtlichen Autofahrt mit einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h entspricht dies einer zurückgelegten Strecke von knapp 135 Metern. Der Zusammenhang zwischen der Lutein- und Zeaxanthin-Konzentration im Blutserum, der MPOD und der Sehleistung (einschließlich Regenerationszeit nach Lichtstress und Blendempfindlichkeit) konnte in einer aktuellen Studie mit 150 gesunden jungen Probanden bestätigt werden (23).

 

Eine übermäßige Beanspruchung des Sehapparats, zum Beispiel durch langes Arbeiten am Computer, kann zu visueller Ermüdung und Beeinträchtigung des Sehleistung führen. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass eine Nahrungsergänzung mit Lutein und Zeaxanthin diese Symptome mildern kann. Studien, bei denen gesunde Probanden zwei Stunden lang konzentriert einen Text Korrektur lesen mussten (24) bzw. über einen langen Zeitraum dem Licht eines Computerbildschirms ausgesetzt waren (25) zeigten, dass diejenigen Probanden, die über einen Zeitraum von zwölf Wochen täglich 12 Milligramm Lutein in Form einer Nahrungsergänzung zu sich genommen hatten, deutlich weniger Ermüdungserscheinungen sowie eine deutlich kürzere Erholungszeit nach der Belastung aufwiesen.

 

Der Himmel sieht blau aus, weil das kurzwellige blaue Licht von den Partikeln in der Atmosphäre stärker gestreut wird als beispielsweise das langwelligere rote Licht. Die Streuung des blauen Lichtes sorgt auch dafür, dass entfernte Objekte verschwommen oder unscharf erscheinen. Die gelben Pigmente in der Makula neigen dazu, den Blauschleier eher zu absorbieren als ein entsprechendes Objekt, wodurch die Konturen des Objekts in der Ferne besser gesehen werden können. Wissenschaftler haben errechnet, dass Menschen mit einer hohen Konzentration von Lutein und Zeaxantin in der Netzhaut um 30 Prozent weiter sehen können als Menschen mit einem niedrigen Lutein- bzw. Zeaxanthin-Spiegel (26). Dieser positive Effekt auf die Fernsichtigkeit konnte in einer aktuellen Studie mit gesunden jungen Probanden bestätigt werden (27).

 

Um ein Objekt in seiner Umgebung zu erkennen, muss das Auge Konturen und Übergänge wahrnehmen, die das Objekt vom Untergrund abheben. Indem die Makulapigmente bevorzugt Licht im grün-blauen Bereich des sichtbaren Lichtspektrums absorbieren, ermöglichen sie das Farbkontrastsehen, sodass zum Beispiel ein roter Apfel vor einem grünen Hintergrund (z. B. die Blätter in einem Baum) besser gesehen werden kann. Verschiedene Studien – sowohl mit jüngeren, als auch mit älteren Probanden – haben darauf hingewiesen, dass diejenigen Teilnehmenden, die einen höheren Lutein- und Zeaxanthin-Spiegel sowie eine höhere optische Dichte des Makulapigments (MPOD) aufwiesen, besser in der Lage waren, ein gelbes Objekt vor einem blauen Hintergrund zu erkennen (28, 29). Ein derartiger Zusammenhang zwischen einem verbesserten Farbkontrastsehen und einer höheren Lutein- und Zeaxanthin-Konzentration im Blutserum sowie einer höheren MPOD wurde auch in einer anderen Studie mit jungen gesunden Probanden beobachtet (23). Die Farbkontrastempfindlichkeit ist vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen wichtig. So legen die Ergebnisse einer kleinen klinischen Studie legen nahe, dass eine Nahrungsergänzung mit 20 Milligramm Lutein plus 20 Miligramm Zeaxanthin täglich die Lichtstreuung um bis zu 30 Prozent reduzierte und so die Fähigkeit, im Halbdunkeln klar zu sehen, verbesserte (30). Bei einer weiteren Studie mit 121 gesunden Teilnehmenden zeigte sich, dass eine tägliche Nahrungsergänzung mit zwölf Milligramm Lutein und einem Milligramm Zeaxanthin über einen Zeitraum von einem Jahr zu einem deutlichen Anstieg der MPOD führte. Bei einer anschließenden Auswertung innerhalb der supplementierten Gruppe zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen denjenigen Probanden mit der größten Menge an Makulapigmenten und denjenigen mit der geringsten Menge in Bezug auf die Kontrastwahrnehmung unter gedämpften Lichtverhältnissen, die Kontrastwahrnehmung bei gedämpftem Licht und starker Blendlichteinwirkung sowie die Hell-Dunkel-Anpassung (31).

 Lutein und Zeaxanthin machen 66 bis 77 Prozent der gesamten Carotinoide im Frontal- und Okzipitallappen – den Bereichen im Gehirn, die für die Verarbeitung visueller Informationen zuständig sind – aus (30). Studiendaten zeigen, dass eine höhere Makulapigmentdichte mit einer höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit von visuellen Reizen (32, 33) und verbesserten visio-motorischen Fähigkeiten einhergeht (34), da es einen engen Zusammenhang zwischen der Lutein-Konzentration in der Netzhaut und der Lutein-Konzentration im Gehirn zu geben scheint (vor allem im Kleinhirn, der Region die für die Feinmotorik- und Koordinierung der Muskeln zuständig ist) (35). Wissenschaftler legen nahe, dass eine schnellere Verarbeitung optischer Reize zu einer schnelleren Reaktionszeit führen könnte – ein Umstand, der im Sport (z. B. im Baseball, wo manchmal Millisekunden über Sieg und Niederlage entscheiden), von entscheidender Bedeutung sein könnte (36).

 

Astaxanthin

Astaxanthin ist ein rotes Carotinoid, das vor allem in Algen, rot fermentiertem Reis sowie in Fisch und Meeresfrüchten (Krebse, Langusten, Hummer, Garnelen, Lachs und Forelle) vorkommt. Als wirksames Antioxidans bietet Astaxanthin dank seiner einzigartigen Wirkungen auf die Zellmembran eine Vielzahl von möglichen Gesundheitseffekten. Die Wirkung von Astaxanthin auf das Sehvermögen und die Belastungsfähigkeit der Augen wurde bereits in zahlreichen Studien erforscht. Bei einer der Studien stellte man zum Bespiel fest, dass die Gabe von sechs Milligramm Astaxanthin pro Tag in Form einer Nahrungsergänzung zu einer Verbesserung der Sehschärfe führte (37). Bei einer weiteren Untersuchung zeigte sich, dass Probanden (in den mittleren Lebensjahren, die häufig am Computer arbeiteten), die fünf Milligramm Astaxanthin pro Tag zu sich nahmen, deutlich weniger Symptome von Augenüberlastung aufwiesen (38). In zwei Studien konnte gezeigt werden, dass eine Nahrungsergänzung mit Astaxanthin die Fernsicht verbesserte (38), und bei einer weiteren Untersuchung von älteren Probanden, die über einen Zeitraum von vier Wochen täglich sechs Milligramm Astaxanthin zu sich genommen hatten, waren Verbesserungen beim Sehen im Nahbereich zu beobachten (37).

 

Zu den möglichen positiven Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf die Sehschärfe von älteren Kindern und Erwachsenen gibt es bislang nur relativ wenige Studien. Ausgehend von Tierstudien, bei denen die Wirkung von Docosahexaensäure (DHA) auf die Sehfähigkeit erforscht wurde, fanden Wissenschaftler heraus, dass der Konsum von mit DHA angereichertem Brot bei jungen Patienten mit unkorrigierter Kurzsichtigkeit (Myopie) zu einer Verbesserung der Sehschärfe führen kann (39). Im Rahmen einer weiteren Studie, bei der gesunde ältere Probanden über einen Zeitraum von 90 Tagen entweder eine Nahrungsergänzung mit DHA oder ein Placebo erhielten, zeigte sich, dass die gezielte Zufuhr von DHA bei den Teilnehmenden mit korrigierter Sehstärke eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe bewirkte (40).

 

 Literatur

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