Bor, Spurenelemente

Bor

Luo Han Guo Frucht

Bor gehört zu den potentiell essentiellen Spurenelementen. Bis zum Jahre 1981 galt das Spurenelement als unwichtig in bezug auf die menschliche Ernährung. Die Behandlung der Augen mit Borwasser war sogar verpönt. Dann wurde festgestellt, dass Bor ein lebenswichtiges Element für viele verschiedene Tiere ist. Desshalb geht man heute davon aus, dass Bor auch für den Menschen lebensnotwendig sein könnte. Einen Beweis für diese These gibt es jedoch noch nicht.

Überwiegend ist Bor in Früchten und Gemüsen reichlich enthalten. Desshalb essen Vegetarier auch deutlich borhaltiger, wodurch sich das Risiko von Arthritis und Osteo-porose verringert. Natürliches Vorkommen von Bor: in komplexen Verbindungen mit Vitamin C, B2, B6 und Zuckern.

Zufuhr:

Empfehlungswert scheint eine tägliche Zufuhr von 1-2 mg Bor in Ländern mit einem geringen Arthritisanteil in der Bevölkerung. Bei einer hohen Arthritisgefahr sollten durchschnittlich sogar zwischen 5 und 10 mg Bor pro Tag mit der Nahrung aufgenommen werden.

* bis 1 1-3 4-6 7-9 10-12 13-14 15-18 ab 19
Frau
Mann

*empfohlene Richtwerte des DGE.

Beachte:

Borhaltige Supplemente sind zur Zeit in vielen Ländern noch nicht zugelassen. Wird Borwasser (in Apotheken erhältlich) eingenommen, so sollte die Beratung des Apothekers/der Apothekerin bezüglich der Dosierung unbedingt eingehalten werden.

Zudem hemmt überschüssiges Bor viele wichtige Enzymaktivitäten. Erst weitere Studien können den Sicherheitsbereich von Boreinnahmen genau festlegen. Wird die Breite der Therapiemöglichkeiten von Bor mit der von anderen Spurenelementen verglichen, so ist diese eher gering.

Resorption:

Es sieht so aus als wäre Bor als Membrankatalysator und -stabilisator wirksam und erlaubt bestimmten Ionen in die Zellen einzufließen. Zusammen mit Vitamin C hilft es beim Abbau von Hyaluronsäure (Schutzsubstanz) durch das Enzym Hyaluronidase einzuschränken. In der Augenheilkunde ist dadurch die nicht nur bakterienhemmende Wirkung von Borwasser am ehesten zu erklären.

Die sog. Hydroxylgruppen (-OH) sind für die Bildung von einigen bestimmten Steroidhorminen (Testosteron, Östrogen und Vitamin D) unerlässlich. Bor-Verbindungen sind wichtige Lieferanten für die Hydroxylgruppen. Auch vermuten Einige, dass Bor den vorzeitigen Abbau von Steroidhormonen im Stoffwechsel verhindert.

Neben den oben genannten vermutlichen Wirkungen von Bor in unserem Körper scheint das potentiell essentielle Spurenelement auch im Hirnstoffwechsel tätig zu sein. Bei Hirnstrommessungen konnte bei einer nicht ausreichenden Borzufuhr der Abfall bestimmter Wellenlängen beobachtet werden, die bei den untersuchten Personen eine deutlich verschlechterte Motorik und Unachtsamkeit hervorriefen.

Besonders bei Arthritis und Osteoporose kommt zusätzliches Bor zum Einsatz. Dennoch sollte die Wirkung von Bor erst noch ducht kontrollierte langzeiteinnahmen gestützt werden.

Beachte:

Durch gechlortes Wasser, Schnaps, Liköre, chlorhaltige Antibiotika und halogenisierte Kohlenwasserstoffe (z.B. in Holzschutzmittel) wird Bor (oder dessen Wirkung) im Körper vermutlich reduziert.

Auch den Bormangel gibt es erst, wenn Bor als lebenswichtiges Spurenelement anerkannt wird. Trozdem ist die Tatsache, dass in Ländern wie Jamaika oder Mauritius (deren Böden nur wenig Bor enthalten) Arthritis sehr häufig erscheint, während in Ländern wie Israel (deren Böden reichhaltiger an Bor sind) diese Krankheit sehr selten auftritt.

reichhaltig an Bor

Lebensmittel Menge mg
Rotwein 0,5 l 4,25
Soja 100g 2,8
Rosinen 100g 2,4-2,8
Pflaumen 100g 2,7
Mandeln, Erdnüsse, Haselnüsse 100g 1,6-2,4
Datteln 100g 1

Vorkommen:

Vor allem in

  • Rotwein,
  • Soja,
  • Rosinen,
  • Pflaumen,
  • Mandeln,
  • Erdnüssen,
  • Haselnüssen und
  • Datteln

ist Bor reichlich enthalten.

Zufuhr:

keine offizielle Empfehlung vorhanden.

Resorption:

Bor könnte wichtig sein für:

  • die Zellmembranen
  • die Bildung von Hormonen und
  • den Hirnstoffwechsel.

Durch

  • gechlortes Wasser,
  • Schnaps,
  • Liköre,
  • chlorhaltige Antibiotika und
  • halogenisierte Kohlenwasserstoffe (z.B. in Holzschutzmittel)

wird Bor oder seine Wirkung im Körper vermutlich reduziert.

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