Vitamin B6, Vitamine

Vitamin B6 – Pyridoxin

B-Vitamine haben, genau wie alle anderen Vitamine, wichtige Aufgaben in unserem Körper. Ausserdem ähneln sich die B-Vitamine in ihrer Struktur, ihren Eigenschaften und ihren Aufgaben. Alle sind wasserlöslich, weshalb sie auch innerhalb kürzester Zeit vom Körper aufgenommen, aber auch wieder ausgeschieden werden können. Durch unsere heutige Ernährungsweise, bzw. die industrielle Nahrungszubereitung gelangen nur noch sehr wenige B-Vitamine über unser tägliches Essen in den Körper. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Auch wird (durch große Mengen Zuckers) die Herstellung von Vitaminen im menschlichen Körper erschwert, bzw. ganz unmöglich gemacht. B-Vitamine arbeiten am liebsten zusammen, alleine führen sie ihre Arbeit mangelhaft aus, oder gar nicht.

Vitamin B6 wird auch Pyridoxin genannt. Nach der Aufnahme in unseren Körper wird es sofort in seine aktive Form das Coencym Pyridoxal-5-Phosphat (PLP) umgeformt. Das kann nur geschehen, wenn ausreichend Zink und Vitamin B2 vorhanden ist. Wer Mangelerscheinungen vermeiden möchte, sollte täglich auf die Zufuhr von Pyrodoxin achten, da der Speichervorrat im Körper nur etwa 150 mg beträgt, und sehr schnell aufgebraucht ist.

Moderne Stoffwechsel-Biochemiker sind davon überzeugt, dass jeder sechste von uns an einem Mangel dieses Vitamines leiden. Es heißt, dass rund 110 Beschwerden, Befindlichkeitsstörungen und ernste Erkrankungen vom Fehlen diese Vitamins abhängig sind.

Pyrodoxin wirkt bei der Bildung von Niacin mit, und ist damit unerlässlich für die Umwandlung von Tryptophan in das Vitamin B3. Durch die Umwandlung von Kohlenhydrat- und Proteinspeicher in Glukose ist Vitamin B6 auch für die Aufrechterhaltung eines geregelten Blutzuckerspiegels (zwischen den Mahlzeiten) verantwortlich. Im Umwandlung-Prozess von Fett in die Markscheide (Myelinscheide), die zum Schutz des Nervenmarks ist, spielt Pyridoxin eine große Rolle. Auch beim Stoffwechsel und Austausch von Aminosäuren, und der Bildung neuer Proteine und Neurotransmitter ist Vitamin B6 beteiligt. Noch dazu wird durch dieses wichtige Vitamin Hämoglobin hergestellt. Dieses ist sehr wichtig für den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen.

Vorkommen:

Pyridoxin und die B-Vitamine sind vor allem in Getreide-Keimlingen, -Schalen, im Reis, in Bierhefe, oder in der Zuckermelasse (wird fast immer den Masttieren verfüttert), enthalten.

Zufuhr:

  • Frauen brauchen wärend der Schwangerschaft zwischen 2,5 und 5 mg Pyridoxin, während
  • Stillende ezwa 5 mg des Vitamins benötigen.
* bis 1 1-3 4-6 7-9 10-12 13-14 15-18 ab 19
Frau 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 1,6 mg
Mann 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 10-25 mg 1,8 mg

* empfohlene Richtwerte des DGE.

Beachte:

Eine Überdosierung (>500 mg täglich) kann eine Gefühllosigkeit in den Fingern und den Zehen aufgrund einer überstrapazierung der Leber (Umwandlung in das Coencym PLP). Unterhalb dieser 500mg oder die einmalige Einnahme von 500 mg Pyridoxin sind nicht schädlich. Zu therapeutischen Zwecken sollte ein PLP-Präperat einem Vitamin-B6-Präperat vorgezogen werden. Bei den PLP-Präperaten kann es allerdings zu leichten Vergiftunserscheinungen kommen.

Resorption:

Anwendung findet eine Erhöhte Pyridoxin-Zufuhr (durch Präperate) beispielsweise bestimmte Folgen von Anämie lindern (alleine oder mit Eisen und Vitamin A).Es kann auch die Schwehre und die Häufigkeit von Asthma-Anfällen senken. Dies kann durchaus bei Kindern sowie bei Erwachsenen angewandt werden.

Die Symptome eines hohen Blutzuckerwertes während der Schwangerschaft können durch Pyridoxin reduziert werden. Diabetikern hilft Vitamin B6 nervöse Störungen zu mildern.

Sogar bei bestimmten Fällen von Epillepsie kann Pyrodoxin bei Kindern und Säuglingen eine Besserung bewirken. Auch hyperaktiven oder autistischen Kindern kann mit einer Vitamin-B6-Therapie geholfen werden. Es bringt auch Linderung bei dem Karpaltunnelsyndrom (Nervenkrankheit mit Schwäche, Taubheit und Schmerzen in den Fingern/ Händen) oder bei anderen Formen von Nervenleiden oder -entzündungen durch Pyridoxin gelindert werden können.

Bei der Parkinsonschen Krankheit kann den Menschen mit Pyridoxin-Präperaten gehofen werden, da Vitamin B6 den Verlust der Gehirnneuronen verlangsamen/ stoppen kann und somit auch die Ursache dieser Krankheit stopt oder zumindest verlangsamt.

Da Vitamin B6 die Oxalat-Abgabe an den Urin reduzieren, kann die Bildung von Kalzium-Oxalatsteinen (Nierensteinen) verhindert werden.

Sogar bestimmte Formen von Arthritis (Sehnenscheid-enentzündung) und Arteriosklerose werden durch den Einfluss von Pyridoxin erleichtert. Und beim Prämenstruellen Syndrom können durch Vitamin-B6-Abgabe Symptome wie Ödeme, Akne, Stimmungsschwankungen und die Empfindlichkeit der Brüste gemildert werden.

Durch die Synthese von Neurotransmittern mag eine zusäzliche Einnahme von Pyridoxin Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen, Nervosität, Schlafstörungen, Angstzustände und bestimmte Formen von Schizophrenie (plus zusäzlich Zink) eine erfolgreiche Behandlung sein. Auch bei Störungen, welche die Einnahme der Pille hervorruft (Stimmungsschwankungen, Depressionen,…) kann Pyridoxin helfen.

Beachte:

Die Aufnahme großer Mengen Proteine durch die Nahrung erhöht den Bedarf an Vitamin B6 ganz gewaltig. Die selbe Wirkung haben auch chronische Erkrankungen wie Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, rheumatische Arthritis, Nierenversagen, Blasen-, Brust- und Lympfdrüsenkrebs.

Besonders ältere Menschen neigen zu einer Vitamin-B6-armen Ernährung. Dazu kommt noch, dass diese das Pyridoxin schlechter als junge Menschen verwerten können. Aber nicht nur durch das Alter, auch durch bestimmte Medikamente (auch Pille), Rauchen, Alkohol- oder/ und Kaffeekonsum senken den Gehalt an Vitamin B6 und sind so Mitverursacher von Mangelerscheinungen.

Bei besonders schnellen Phasen des Wachstums (Schwangerschaft, Still-, Kinder-, und Jugendzeit) braucht der Körper meht Pyridoxin. Wird dieses dem Körper nicht zugeführt tritt ein Mangel auf.

Bei Verdauungsstörungen (Durchfall, Leberschäden oder Darmreizung) wird Vitamin B schlecht verwertet. Menschen mit diesen Leiden sollten vermehrt auf eine ausreichende Versorgung mit Pyridoxin achten.

Bei einem Mangel an Vitamin B6 treten folgende Mangelerscheinungen auf:

Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Verwirrung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Kreislaufstörungen, geschwächtes immunsystem, Muskelschwäche und unkontrollierte Muskelzuckungen, Krämpfe, Haarausfall, Nervenentzündungen, Beeinträchtigung des Ganges, Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, Sprünge in Lippen und Augenwinkel, glatte, violett gefärbte und schmerzende Zunge, geschwollener und entzündeter Rachenraum, gerötete, schuppige, fettige, schmerzhafte und juckende Hautstellen (um Nase, Ohren, Mund und Genitalien), Arthritis, Anämie, erhöhtes Arteriosklerose-Risiko und ein erhötes Risiko von Gallensteinen.

reichhaltig an Vitamin B6:

Lebensmittel Menge mg
Sojabohnen
100g
0,8
Weizenkeime
100g
0,72
Kartoffeln
1 mittlere
0,7
Walnüsse
100g
0,68
Linsen
100g
0,6
Bierhefe
100g
0,44
Forelle
100g
0,35
Bananen
100g
0,34
Spinat
100g
0,25
Avocado
100g
0,22
Vollkorngetreide
100g
0,17

Vorkommen:

Vor allem in

  • Sojabohnen
  • Weizenkeime
  • Kartoffeln
  • Walnüsse
  • Linsen
  • Bierhefe
  • Forelle
  • Bananen
  • Spinat
  • Avocado und
  • Vollkorngetreide

ist Vitamin B6 enthalten.

Zufuhr:

  • Frauen: Normal: 1,6 mg,
  • Schwangere: 2,5- 5 mg,
  • Stillende: 5 mg
  • Männer: 1,8 mg
  • Kinder: brauchen mehr, da sie meist reine Energiebündel sind und alles an ihnen wächst ( 10 bis 25 mg)

Resorption:

Panthothensäure ist wichtig für:

  • die Energieproduktion
  • die Vitalität
  • die Vorbeugung von Entzündungen
  • die Stressabwehr
  • den Fettabbau /-verwertung
  • die geistige Frische
  • die Konzentrationsfähigkeit
  • eine gesunde Haut
  • Fülle und Farbe im Haar
  • die Durchblutung der Glieder
  • die Nervenversorgung der Glieder und
    die Darmtätigkeit.

Durch

  • chronische Lebererkrankungen,
  • radikale Diäten und
  • hohen Alkoholkonsum (-missbrauch)

können Mangelerscheinungen auftreten (meist mit anderen Vitamin-B-Mängeln).

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