Inositol, Vitamine

Inositol

B-Vitamine haben, genau wie alle anderen Vitamine, wichtige Aufgaben in unserem Körper. Ausserdem ähneln sich die B-Vitamine in ihrer Struktur, ihren Eigenschaften und ihren Aufgaben. Alle sind wasserlöslich, weshalb sie auch innerhalb kürzester Zeit vom Körper aufgenommen, aber auch wieder ausgeschieden werden können. Durch unsere heutige Ernährungsweise, bzw. die industrielle Nahrungszubereitung gelangen nur noch sehr wenige B-Vitamine über unser tägliches Essen in den Körper. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Auch wird (durch große Mengen Zuckers) die Herstellung von Vitaminen im menschlichen Körper erschwert, bzw. ganz unmöglich gemacht. B-Vitamine arbeiten am liebsten zusammen, alleine führen sie ihre Arbeit mangelhaft aus, oder gar nicht.

Inositol kann in kleinen Mengen von unserem Körper mit genügend Niacin und Magnesium. selbst hergetellt werden. Im allgemeinen ist das genügend. Doch in bestimmten Situationen benötigen wir Inositol aus der Nahrung oder in Form von Nahrungsergänzungen.

Die aktive Form von Inositol wird Myoinositol genannt. Diese wird im Körper aus der reinen Form Inositol hergestellt. Ohne Inositol können Gehirn, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Schilddrüse, Zirbeldrüse, Zwischenhirn und Blutplättchen nicht arbeiten.

Vorkommen:

Inositol ist wie die B-Vitamine vor allem in Getreide-Keimlingen, -Schalen, im Reis, oder in Bierhefe enthalten. Am Inositolreichsten jedoch sind Früchte.

Zufuhr:

Von offizieller Seite her gibt es keine Mengenempfehlungen. Die normale Zufuhrmenge beträgt tägliche ca. 3 g. Den größten Teil des benötigten Inositols stellt der Körper selbst her, so dass nur dieser geringe Teil über die Nahrung aufgenomme.

Beachte:

Nebenwirkungen, die durch eine Überdosierung von Inositol entstehen könnten, sind nicht bekannt.

Resorption:

Inositol-Präperate oder eine erhöhte Inositol-Zufuhr können bei hohem Alkohlkonsum (oder Alkoholmis-sbrauch) die Fettablagerungen in der Leber und Leberschäden verhindern. Zusammen mit Niacin bewirkt Myoinositol dass LHL-Cholesterin gesenkt und HDL-Cholesterin erhöht wird.

Als natürliches Mittel kann Inositol zum Einschlafen verhelfen. Insbesonders dann, wenn es in Verbindung mit Magnesium und Kalzium gegeben wird.

Durch Diabetes ist das Inositol im Körper stark behindert. Durch Inositol-Präperate kann der Wert des Vitamins im Körper erhöht und damit eine Verbesserung der Arbeitslage von Inositol, aber auch der Krankheits-symptome erreicht werden.

Beachte:

Durch zwei Tassen Kaffee am Stück, oder mehr, kann bis zu einem viertel der Tagesration Inositol zerstört werden. Das Coffein des Kaffees verträgt sich nämlich überhaupt nicht mit Inositol. Leider ist das Inositol verletzlicher und wird so vom Coffein stark angegriffen und sogar zerstört.

Trinken wir zu viel Wasser (2,5 Liter oder mehr), so wird das wasserlösliche Inositol wieder aus dem Körper ausgespült.

Medikamente, besonders Sulfonamide machen einen großen Teil des im Körper gespeicherten Inositols kaputt. der Normalwert des Vitamins im Blut beträgt etwa 0,7 mg pro Millimeter. Durch Medikamente kann dieser Wert bis auf die Hälfte gesenkt werden.

Fehlen Vitamine, Spurenelemente, Eiweße und /oder wichtige Fettsäuren, so kann das Inositol seine Arbeit nicht korrekt ausführen und ist somit in seinen Handlungen blockiert.

Mangelerscheinungen können folgende Symptome auslösen:

Nervenschwäche, Angstzustände, Schlafstörungen, Rötung der Haut, Kreislaufstörungen, erhöhte Fetteinlagerung in der Leber, erhöhte Blutfettwerte, Augenbeschwerden, Verstopfung, Ekzem, Haarausfall, gestörtes Wachstum bei Kindern und Jugendlichen und Nervöse Störungen bei Diabetikern.

Funktionen im Stoffwechsel:

Neben Cholin ist Inositol ein Hauptbestandteil von Lecithin. Bringt man diese beiden Vitamine mit Cholesterin zusammen, verflüssigt sich dieses und wird somit den Zellen als Nahrungsquelle bereit gestellt, es wird harmlos und kann sich nicht mehr an den Gefäßwänden ablagern.

reichhaltig an Vitamin Inositol:

Lebensmittel Menge mg
Melone 1/2 große 670
Gapefruit 1 mittlere 400
Orange 1 mittlere 307
Vollkornbrot 1 Scheibe 288

Vorkommen:

Vor allem in

  • Früchten,
  • Nüssen,
  • Bohnen und Samen

ist Inositol enthalten.

Zufuhr:

keine Zufuhrempfehlung vorhanden.

Resorption:

Inositol ist wichtig für:

  • den Schlaf,
  • die Entspannung,
  • die Beruhigung,
  • die positive Stimmungslage,
  • die Verdauung,
  • den Kreislauf,
  • den Haarwuchs,
  • eine gesunde Haut,
  • die Augenfunktionen,
  • die Zeugungsfähigkeit,
  • das Knochenmark und
  • die Muskeltätigkeit.

Durch folgende Aspekte kann ein Mangel an Inositol auftreten:

  • das Fehlen von Vitaminen,
  • Spurenelementen,
  • Eiweiß oder hochwertige Fettsäuren,
  • Coffein
  • übermäßiger Wassergenuss (mehr als 2 1/2 Liter pro Tag) und
  • best. Medikamente (Sulfonamide)
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