Gehirn - Gedächtnis, Stärkung

Gehirn – Gedächtniss

Gehirn Bild

Das Gehirn ist das wichtigste Organ des Menschen. Es ist nicht nur unersetzlich als Steuerzentrum für den menschlichen Körper, sondern auch Träger der menschlichen Persönlichkeit.

Die Gehirnforschung versucht, nicht nur die Funktionsweise des Gehirns als Organ zu verstehen, sondern auch die Verknüpfung der Hirntätigkeit mit unserer Wahrnehmung, unseren Gefühlen und Denkprozessen.

Mit über etwa 100 Milliarden Nervenzellen, sogenannten Neuronen, verteilt auf gerade einmal 2 Kilogramm, was jedoch 15% unseres Gesamtenergiebedarfs , beansprucht ist das Gehirn ein solch wichtiges Organ, braucht auch den dementsprechenden Schutz. Hierzu stehen drei Hirnhäute, auch Meningen genannt, zur Verfügung. Im einzelnen sind das harte Hirnhaut, Spinngewebshaut und weiche Hirnhaut, die das Gehirn mit Nährstoffen versorgt.
Bezogen werden diese Nährstoffe aus der Hirnflüssigkeit, die sich im Spalt zwischen der Spinngewebshaut und der weichen Hirnhaut befindet und das Gehirn zudem vor Erschütterungen schützt.
Das Gehirn selbst ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt:

Das Stammhirn ist zuständig für die Funktion essenzieller Lebensfunktionen, steuert Herzfrequenz, Blutdruck ,Atmung, sowie den Lidschluss-, Schluck- oder Husten-Reflex . Außerdem bildet es die Schnittstelle zum Rückenmark und leitet Informationen  über Kreuz weiter, weswegen die linke Körperhälfte von der rechten Gehirnhälfte gesteuert wird und umgekehrt.

Das Tor zum Bewusstsein, genannt Thalamus, befindet sich im Zwischenhirn, welches an das Stammhirn anschließt. Hier wird gefiltert welche Sinneseindrücke ins Bewusstsein dringen  und weitergeleitet werden sollen.  Schlaf-Wach-Rhythmus, Hunger und Durst,  Sexualtrieb, Schmerz- und Temperaturempfinden, sind Aufgabe des Hypothalamus, als Vermittler zwischen Hormon- und Nervensystem.
Bewegungsabläufe werden im Kleinhirn koordiniert.

Das Großhirn, mit der Struktur einer Walnuss, ist geteilt in zwei Hemisphären, die durch ein dickes Nervenbündel miteinander verbunden sind und eng zusammenarbeiten. Links sitzen in der Regel die Sprache und Logik, rechts die Kreativität und der Orientierungssinn.
Lern-, Sprech- und Denkfähigkeit sowie das Bewusstsein, befinden sich in der fünf Millimeter dicken, äußeren Schicht  des Großhirns, der Hirnrinde, die auch das Gedächtnis beheimatet.

Eine gleichmäßig hohe Energieversorgung, ist wichtig um sich längere Zeit konzentrieren  und die im Gedächtnis gespeicherten Informationen, bei Bedarf abrufen, zu können. Dafür benötigt werden komplexe Kohlenhydrate enthalten in Haferflocken, Vollkornbrot, Kartoffeln, Gemüse und Obst.
Melisse, Brennnessel und Rosmarin wurden schon vor nahezu 1000 Jahren ,wegen ihrer nervenstärkenden und vitalisierenden Wirkung als Hilfsmittel zur Stärkung der Gedächtnisleistung genutzt.

Das Gedächtnis zu trainieren, erfordert eine ähnliche Vorgehensweise wie der  Aufbau von Muskeln. Am Anfang steht die Motivation, gefolgt von einem harten Training und am Ende die Belohnung in Form von langfristigen Effekten. Das Gehirn ist von sich aus faul und erfordert  die regelmäßige Benutzung verschiedener Areale, damit es nicht schrumpft.

Ein Guter Einstieg bieten verschiedenen Meditationstechniken, auch wenn es eine negative Auswirkungen der heutigen Leistungsgesellschaft zu sein scheint, das viele Menschen anfangs  Probleme haben , die nötige Ruhe zu finden.
Empfohlen wird daher, zu Beginn, die sogenannte Achtsamkeitsmeditation, bei der es primär darum geht sich hinzusetzen, weder zu locker noch zu verkrampft, sich von seinen Gedanken zu lösen und sich einzig und allein auf die eigene Atmung zu konzentrieren.
Das Gehirn erlebt eine Ruhephase und kann dadurch seine Leistung, besser auf einzelne Bereiche, wie das Gedächtnis ausrichten. Meditation lässt sogar neue Nervenzellen sprießen, und verstärkt die Dichte der Verbindungen in einigen Hirnregionen.

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