Herz - Kreislauf, Stärkung

Heilkräftige Lebensmittel für ein gesundes Herz

Immer mehr Menschen leiden heutzutage an Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Bluthochdruck, Arteriosklerose sowie Herzproblemen unterschiedlicher Art. Die Behandlungskosten für Patienten mit arteriosklerotischen Erkrankungen steigen rasant an. Experten gehen davon aus, dass sie sich bis zum Jahre 2030 noch verdreifachen werden. Da stellt sich doch die Frage: Wer soll das bezahlen und warum werden diese Erkrankungen trotz der heutigen medizinischen Möglichkeiten nicht rückläufig?

 

Die Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislauferkrankungen sind typische Zivilisationskrankheiten, die in der Auflistung der häufigsten Todesursachen mittlerweile an erster Stelle stehen. Eigentlich ist diese Entwicklung vollkommen unverständlich, denn es ist hinreichend bekannt, dass es sich bei Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arteriosklerose, die ursächlich für die Entstehung von Schlaganfall und Herzinfarkt verantwortlich sind, um so genannte Wohlstands-Erkrankungen handelt. Und dieser Wohlstand geht einher mit einer weit verbreiteten Über- und Fehlernährung.

Da wäre es doch nur logisch, bereits präventiv, jedoch spätestens bei der Behandlung bestehender Erkrankungen genau an diesem Punkt anzusetzen. Wir wollen Sie daher an dieser Stelle darüber informieren, wie Sie durch eine gezielte Ernährungsweise arteriosklerotische Erkrankungen – vom erhöhten Blutdruck bis hin zum Schlaganfall oder Herzinfarkt – verhindern können.

Fordert eine modere Lebensweise auch moderne Lebensmittel?

Heutzutage rast die Zeit an uns vorbei. Es geht alles immer schneller und alles soll immer grösser, immer schöner und immer funktioneller sein. Diese Entwicklung macht leider auch vor unseren Lebensmitteln nicht halt. Unsere heutigen Lebensmittel haben diese Bezeichnung, die ein lebendiges Mittel zum Leben beschreibt, faktisch nicht mehr verdient. Das Wort Nahrungsmittel ist hier sicher angebrachter, denn es handelt sich mittlerweile überwiegend um Produkte die zwar satt, aber vor allem krank machen.

Wir müssen zurückkommen, zu jenen gesunden Lebensmitteln, die unseren Körper ausreichend mit allen Nähr- und Vitalstoffen versorgen, damit er den enormen Belastungen, die ihm die heutige Zeit abverlangt, standhalten kann.

Die Qualität unserer Nahrungsmittel

Die überwiegende Anzahl der von uns verzehrten Nahrungsmittel in Form von Dosen- Tüten- oder anderen Fertiggerichten besteht zum grössten Teil aus stark verarbeiteten Rohstoffen minderwertiger Qualität.

Durch den Verarbeitungsprozess werden Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette uns Eiweisse denaturiert und wichtige Vitalstoffe wie Vitamine, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe etc. sind gar nicht mehr, oder nur noch in Spuren vorhanden. Unser Körper erleidet so einen gravierenden Mangel, der sich in unterschiedlichen Krankheiten zeigt. Auch das Herz-Kreislaufsystem reagiert natürlich auf das Nähr- und Vitalstoffdefizit mit entsprechenden Symptomen.

Auch der übermässige Verzehr von raffiniertem Salz, raffiniertem Zucker, Weissmehlprodukten und Nahrungsmitteln, die mit den verschiedensten Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern etc. belastet sind hat negative Auswirkungen auf die Herzgesundheit.

 

Tipps für eine herzgesunde Ernährung

Die folgenden Tipps helfen natürlich nicht nur dabei, Ihr Herz zu schützen und gesund zu halten. Ihr gesamter Organismus wird davon profitieren:

  • Verzichten Sie auch weitestgehend auf Fertigprodukte.
  • Kaufen Sie stattdessen saisonale Lebensmittel aus der Regon wie frisches, biologisch angebautes Obst und Gemüse.
  • Wenn Sie tierische Produkte essen, achten Sie auf biologische, artgerechte Tierhaltung oder kaufen Sie Produkte aus Weidehaltung.
  • Verwenden Sie unverarbeitetes Stein- oder Ursalz und würzen Sie Ihre Speisen möglichst oft mit frischen Kräutern.
  • Achten Sie bei der Verwendung von Fetten stets auf eine erstklassige biologische Qualität und meiden Sie konsequent gehärtete Fette wie Margarine, gehärtetes Palm- oder Kokosfett. In Fertigprodukten werden fast ausschliesslich gehärtete Fette verwendet.
  • Tauschen Sie die ungesunden Knabbereien (Chips, Salzstangen, Kekse etc.) gegen gesunde Alternativen wie Nüsse, Mandeln, Dinkelsticks, Reiswaffeln, Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil etc. aus.
  • Trinkend Sie täglich möglichst 2 Liter stilles Wasser, damit Ihr Körper bereits vorhandene Schadstoffe schnellstmöglich wieder ausscheiden kann.

Gute Fette schützen das Herz

„Essen Sie fettreich, statt fettarm“. Diese Empfehlung widerspricht völlig dem, was der Volksmund in der Regel für richtig hält, denn bisher galt, dass eine fettarme Ernährung der Gesundheit des Herzens zu Gute käme. Es ist jedoch schon lange bekannt, dass Fett ein sehr wichtiger Bestandteil für einen funktionierenden Nährstoffwechsel ist und dass ein Mangel an gesunden Fetten zu chronischen Entzündungen beitragen kann, die wiederum zu Gefässschädigungen und somit auch zu Herzerkrankungen führen.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die Qualität der Fette. Gesunde Fette, dazu zählen in erster Linie hochwertige Pflanzenöle die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, bieten einen guten Schutz vor Herzerkrankungen. Insbesondere Fette mit einem hohen Omega 3-Anteil (Leinöl, Hanföl etc) sind für das Herz von grossem Nutzen und sollten daher täglich verzehrt werden.

Doch auch hochwertige gesättigte Fette sind der Herzgesundheit zuträglich, wie z. B. natives und kalt gepresstes biologisches Kokosöl (nicht zu verwechseln mit gehärtetem Kokosfett, das in vielen Fertigprodukten enthalten ist). Naturbelassenes Kokosöl enthält die so genannte Laurinsäure, die den Anteil des „guten“ Cholesterins im Körper erhöht und so die Gesundheit des Herzens unterstützt.

Omega 3-Fettsäuren

Kalt gepresste biologische Pflanzenöle mit einem hohen Omega 3- Anteil gelten insbesondere in Bezug auf die Herzgesundheit als ausgesprochen wertvolle Öle. Omega 3-Fettsäuren sind in der Lage, die Gefässwände flexibel zu halten, die Durchblutung zu unterstützen, die Bildung von Blutgerinseln zu hemmen und Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren.

Von diesen wundervollen Eigenschaften profitiert natürlich in erster Linie das Herz-Kreislaufsystem. Daher ist die Verwendung eines Omega 3-reichen Pflanzenöls vor allem bei bereits vorhandenen Herzproblemen dringend anzuraten. Da die positiven Eigenschaften der Omega 3-Fettsäuren auch Auswirkungen auf andere Körperbereiche haben, ist eine Verwendung dieser Öle grundsätzlich angezeigt.

Omega 3-reiche Öle sollten allerdings auf keinen Fall ausschliesslich verwendet werden, sondern immer in Kombination oder im Wechsel mit anderen hochwertigen Ölen und Fetten.

Omega 6-Fettsäuren

Menschen mit einer Veranlagung zu Herz-Kreislauferkrankungen sollten Pflanzenöle mit einem hohen Omega 6-Fettsäureanteil unbedingt meiden. Der Grund dafür liegt an der in diesen Ölen ebenfalls in grosser Menge enthaltenen Linolsäure. Sie kann im Übermass genossen Entzündungsprozesse im Körper auslösen oder bereits bestehende Entzündungen verstärken.

Auch Linolsäurehaltige Lebensmittel sollten gemieden werden. Hierzu zählen insbesondere Fleisch- und Milchprodukte. Bei den Pflenzenölen weisen das Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl und Maiskeimöl besonders hohe Omega-6 Werte auf.

Auch in Fertiggerichten, Süssigkeiten, Gebäck etc. sind diese Öle enthalten Sie werden dort als „pflanzliche Fette“ deklariert.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate werden während des Verdauungsvorgangs in Zucker (Glucose) umgewandelt. Damit dieser Zucker schliesslich in unsere Zellen gelangen und dort in Energie umgewandelt werden kann, benötigt der Körper das Insulin als Transportmittel. Je mehr Zucker zur Verfügung steht, umso mehr Insulin muss die Bauchspeicheldrüse für den Transport zur Verfügung stellen.

Normalerweise steigt der Insulinspiegel bei der Glucoseankunft langsam an fällt durch den Transport in die Zellen auch ebenso langsam wieder ab.

Da wir heutzutage jedoch überwiegend einfache, sehr schnell verwertbare Kohlenhydrate aus Auszugsmehlen oder reinem Zucker zu uns nehmen und diese auch noch im Übermass verzehren, produziert die Bauchspeicheldrüse ständig Höchstmengen an Insulin. Dieser abnorm hohe Insulinspiegel führt zum Anstieg des Cholesterinspiegels und löst Entzündungen im Bereich der Arterienwände aus. Die Belastungen, die sich daraus für das Herz-Kreislaufsystem ergeben, liegen auf der Hand.

Daher lautete die Empfehlung: Verzichten Sie auf sämtliche schnell verwertbaren Zuckerarten wie Weissmehlprodukte (Brot, Kuchen, Kekse etc.), raffinierten Zucker und alle daraus hergestellten Produkte. Verwenden Sie vollwertige Mehle, essen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel und halten Sie Ausschau nach alternativen Zuckerprodukten (Stevia, Xylit, Trockenfrüchte).

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